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Heilpädagogische Assistenzplanung

Heilpädagogische Assistenzplanung

für Menschen mit basalen Bedürfnissen - was ist das?

  • Es werden die Lebensbedürfnissen einer Person erhoben, so weit möglich mit ihr zusammen oder - falls es zu schwierig ist, die Person selbst zu befragen - aufgrund konkreter Beobachtungen und der Einschätzung verschiedener Bezugspersonen.

  • Grundlage ist das Konzept der Sensomotorischen Lebensweisen, das es erlaubt, zu fachlich fundierten, alltagsrelevanten Aussagen über die vorherrschenden Lebensthemen eines Menschen auch mit schwersten Beeinträchtigungen zu gelangen.

  • Auf diesem Hintergrund werden konkrete Assistenzangebote verabredet, die den Wünschen und Bedürfnissen der betreffenden Person Rechnung tragen könnten, und die genauen Bedingungen der Erbringung festgelegt.


Die einzelnen Schritte der Assistenzplanung:

  • Erhebung der Vorgeschichte

  • Erhebung der individuellen Lebensperspektive der Person:

    • Wie will die Person langfristig leben?

    • Wie lebt sie derzeit?

    • Was hindert sie daran, so zu leben, wie sie will?

    • Welche mittelfristigen Veränderungen werden angestrebt, damit sie ihren Bedürfnissen näher kommt?

  • Einschätzung der gegenwärtigen Situation:

    • Was beschäftigt die Person (Interessen)?

    • Was kann sie (Fähigkeiten?)

    • Welche Unterstützung erfährt sie (Möglichkeiten)?

    • Was behindert sie (Beeinträchtigungen)?

  • Einschätzung des Assistenzbedarfs:

    • Was braucht die Person, um ihre mittelfristigen Ziele erreichen zu können?

    • Wer soll die nötige Assistenz gewährleisten, wo soll sie angeboten werden?

    • Mit welchem Aufwand ist zu rechnen?

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Planungsinstrumente

Als Instrument zur Assistenzplanung dient ein ausführlicher Fragebogen, den es in der Version für Erwachsene und für Kinder gibt. Die Bearbeitung wird unterstützt durch eine detaillierte Fragensammlung.

Hier können Sie die genannten Instrumente einsehen:

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Etablierung des Verfahrens

(Die folgenden Angaben werden selbstverständlich jeweils an die konkreten Bedingungen vor Ort angepasst.)

  • 2-tägige Einführung in das Konzept der Sensomotorischen Lebensweisen

  • Einübungsphase für den Umgang mit dem vorgestellten Konzept (ca. 3 Monate)

  • 2-tägige Einführung in das Vorgehen der Assistenzplanung mit den entsprechenden Arbeitsmaterialien

  • Reflexions- und Weiterführungstage in angemessenen Abständen 

Hinweis

Das Verfahren ist inspiriert vom Verfahren zur "Individuellen Teilhabeplanung" des Landes Rheinland-Pfalz, konzentriert sich jedoch auf den Personenkreis mit basalen Bedürfnissen (= "schwerst beeinträchtigt", "schwer geistig behindert", "schwerst-mehrfachbehindert"), die von dem IHP-Verfahren nicht angemessen erfasst werden, und stellt es mit dem Konzept der Sensomotorischen Lebensweisen in einen eigenen Theorierahmen.


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